Am letzten Wochenende sollte in der Festhalle Langerwehe bei Aachen eigentlich die LAN-Party Guns'n Bits mit über 100 Spielern stattfinden. Während des Aufbaus am Samstagnachmittag fuhr plötzlich die Polizei aus dem nahe gelegenen Düren vor und beschlagnahmte sämtliche ausgepackten Computer.
Die Organisatoren waren gezwungen, den kompletten Anlass über die Website, Forum und anderen Internet-Kommunikationsformen abzusagen. Es entstanden schon bald üble Gerüchte, dass auf den Partys von Guns'n Bits vermutlich mit illegaler Software und anderen Daten gehandelt würde. Nicht zuletzt, weil auf dem Werbeflyer unter anderem mit einem "500 GB FTP-Server" für die Veranstaltung geworben wurde. Darauf entstand offensichtlich bei der Staatsanwaltschaft die Vermutung, dass auf besagtem FTP-Server könnten sich raubkopierte Inhalte befinden.
Die Organisatoren konnten aber das Gegenteil versichern. Auf dem FTP-Server sollten Spiele-Trailer, Free- und Shareware-Spiele, Spiele-Maps, Free- und Sharewaretools und verschiedene Linux-Versionen zur Verfügung stehen. Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, war dies auch der Fall. Den FTP-Server sowie zwei Notebooks bekamen die Veranstalter bereits heute wieder zurück. Offenbar haben die Ermittler sonst kein Material von strafrechtlicher Bedeutung gefunden. Die Staatsanwaltschaft Aachen gab an, dass der Strafantrag zu diesem Fall von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) gestellt worden war.
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